Kategorien-Archiv Shortcut

5. Moabiter Kiezfest #SichererSchulweg

Und hier das Video zum Event #SichererSchulweg

Dank für die tolle Performance vom Mullewapp Hort und der Leitung von Peter und Mario 

Bitte Abonniert unseren YouTube Channel, danke! 

 

 

 

 

 

 

5. MOABITER KIEZFEST

Liebe Freunde und Unterstützer,

Das 5. Moabiter Kiezfest steht an 🙂
Und wir stellen das Projekt „Sichere Schulweg“ als eines der Projekte für Berlin, dessen Wichtigkeit wir alle unterstützen müssen.
Die Straßen in Berlin haben sich in einen undurchdringbaren Dschungel verwandelt und die falsch parkenden Pkw’s sind zu einer extremen Behinderung für uns und unsere Kinder geworden.
Die Straßenüberquerungen auf dem Weg zur Schule sind zum Spießrutenlauf geworden und der Erstklässler muss sich wie ein Abfahrtsläufer beim Slalom um Autos herum bewegen, die den Übergang zuparken.

Wie könnt ihr als Eltern eure Kinder unterstützen?

Wenn ihr einen Pkw seht, der nicht vorschriftsmäßig parkt, dann folgt bitte dem Prozedere unserer Freunde aus Kreuzberg

Warum dieser Leitfaden?

  • Rad- und Fußwegparker gefährden die schwächsten Verkehrsteilnehmer. Es kommt immer wieder zu schweren Unfällen, weil Mensch auf dem Fahrrad sich wegen eines „eben kurz“ illegal haltenden Autos zwischen tausende Kilo schwere, rasende Metallmaschinen werfen muss.
  • Von Falschparkern geht regelmäßig eine negative Vorbildwirkung aus: andere werden animiert, ebenso zu parken.
  • Andersherum spricht sich Abschleppen herum: wenn an einer Stelle regelmäßig abgeschleppt wird, merken sich das Autofahrer. Dann muss die Polizei viel weniger machen und ihr Job wird einfacher.
  • Strafloses Falschparken macht Autofahren attraktiver als es wirklich ist: wer davon ausgeht, immer in zweiter Reihe vor der Haustür parken zu können, fährt öfter Auto als angemessen.

Wer ein parkendes Auto auf dem Radstreifen oder Übergang antrifft, geht folgendermaßen vor:

 

 

  1. 110 anrufen: „Hier [Name], ich möchte eine Verkehrsbehinderung melden: [genauer Ort mit Stadtteil, Straße, Hausnummer/Kreuzung].“Wichtig:
  • nicht sagen: „ich möchte einen Falschparker anzeigen“
  • Keine Möglichkeit zum Mißverstehen des Ortes lassen!
  • Entweder vor Ort bleiben (besser) oder – falls nicht möglich – weiterfahren. 110 hat die Telefonnummer automatisch, Streife ruft dann zurück.
  • Wenn 110 auf App oder Online-Meldung der Ordnungsämter verweist, freundlich darauf hinweisen, dass diese Meldungen von den Ordnungsämtern nicht schnell genug bearbeitet werden. Da Radfahrer konkret behindert und gefährdet werden, muss sich jemand so schnell wie möglich kümmern.
  • Wenn 110 versucht auf „Verkehrsordnungswidrigkeit“ herunterzustufen, entgegnen: „Nein, eine Behinderung, sogar Gefährdung“
  1. Entweder kommt dann das Ordnungsamt oder eine Polizeistreife. In der Zeit am besten recherchieren, welcher Abschnitt welcher Polizeidirektion zuständig ist.
  2. Bestenfalls: Streife kommt, holt orangenen oder roten Block heraus, fragt über Funk das Kennzeichen ab und fängt an, aufzuschreiben. Dann kommt gleich der Abschleppwagen. Wenn der Fahrer vorher auftaucht, kommt es zu einer teuren „vermiedenen Umsetzung“.
  3. Deine Personalien werden als Zeuge notiert (keine Angst, das hat keine Folgen für Dich).

Polizei: „Wir sind nicht für Falschparker zuständig, das ist Sache des Ordnungsamts“
Antwort: „Sie sind zuständig, da das Ordnungsamt offensichtlich nicht verfügbar ist (sonst wäre es gekommen).

Polizei: „Das ist unverhältnismäßig, ich habe einen Ermessensspielraum“
Antwort: „Dies ist der Regelfall [wichtiges Stichwort!] für eine Umsetzung! Bitte beseitigen Sie die Verkehrsbehinderung.“

Polizei: holt grünen Block heraus, um Strafzettel zu schreiben oder sagt „Gut, dann schreiben wir eine Anzeige, wir müssen immer das mildeste Mittel wählen“
Antwort: „Bitte beseitigen Sie die Verkehrsbehinderung. Das mildeste Mittel muss auch geeignet (laut Allgemeinem Sicherheits- und Ordnungsgesetz, ASOG) sein – also die Verkehrsbehinderung wirklich beseitigen.“
Vor der Umsetzung kommt als „milderes Mittel“ nur in Frage, dass man den Fahrer ausfindig machen kann und dieser das Fahrzeug selber entfernt.

Polizist: „Sie können doch vorbeifahren.“
Antwort: „Verkehrsteilnehmer werden durch dieses Fahrzeug gefährdet. Beim Vorbeifahren müssen 1,5m Sicherheitsabstand möglich sein (laut Gerichtsverfahren)“.

Manchmal weigert sich der/die Beamte partout. In diesem Fall hilft die Recherche aus Punkt 2 oben: Unter der 030-4664-x-yy-700 anrufen. x ist die Polizeidirektion, yy der Abschnitt. Unter 700 ist die Wachleitung zu erreichen.

Zuerst vom Beamten Dienstkarte (darauf steht die Dienstnummer) aushändigen lassen. Gespräch verläuft etwa so:

  1. „Spreche ich mit dem Wachleiter/der Wachleiterin?“
    [Erst versichern, Name merken, ggfs. nachfragen und aufschreiben ]
  2. „Eine Funkstreife ist vor Ort“ [wichtiger Hinweis, dass es dringend ist]
  3. Sachverhalt kurz erläutern, ansprechen dass ein „Regelfall für die Umsetzung“ laut Geschäftsanweisung der Polizei vorliegt und die Beamten vor Ort sich weigern.
  4. Darum bitten, dass der Wachleiter die Beamten anruft und auffordert, gemäß der Geschäftsanweisung die Behinderung zu beseitigen.

Bestenfalls klappt es jetzt. Wenn nicht: alles aufschreiben und an uns schicken, damit wir es sammeln und veröffentlichen bzw. Gespräche mit den Vorgesetzten der Wachleiter führen können.

Zeitaufwand: überschaubar.
Effekt: groß!

 

 

Jugendarbeit ist Präventionsauftrag V2

Das Märchen von der politischen Wahrheit!
Im Juli 2016, kurz vor der AGH Wahl sprach sich die Bezirksverordnetenversammlung Berlin Mitte für die Empfehlung des Jugendhilfeausschusses aus! 


 

 

 

 

 

 

Neben den Kosten ca. 300.000 € für bestehenden Jugendeinrichtungen in Mitte, sollten weitere Jugendprojekte eingestellt werden um die Unterversorgung im Bezirk in Höhe von 49% zu reduzieren. 
Am 10. August wird den Verordneten der BVV Mitte der Haushalt 2017/2018 vorgelegt und im Bereich Jugendarbeit klafft ein dickes Loch, das die Verordneten bis zur abschließenden Sitzung im September 2017 bitte schließen. 

Jugendarbeit ist Präventionsauftrag

 

Schluss mit der Unterfinanzierung der Jugendarbeit in Mitte

Jugendarbeit ist Präventionsauftrag

Am Donnerstag den 20.7. 2017 veranstalteten Vereine, Initiativen und Mitarbeiter der Jugendarbeit in Mitte, vor dem Rathaus Mitte eine Demo mit der klaren Forderung, die Entschließung der Bezirksverordnetenversammlung Mitte Berlin vom 14.7.2016 zufolgen und  3000.000 € für die Förderung der Kinder- und Jugendarbeit zusätzlich zu bewilligen.

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Freunde, Unterstützerinnen und Unterstützer der Jugendarbeit, wir benötigen Eure Unterstützung.
Im Haushalt 2018/19 für Mitte findet sich trotz der offiziellen Beendigung der Konsolidierung und der ausdrücklichen Empfehlung des Jugendamtes und des Jugendhilfeausschusses keine auskömmliche Finanzierung der Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit wieder.
Diese Abwärtsspirale trifft diejenigen, denen sich die Politik am meisten verpflichtet fühlt:
die Kinder und Jugendlichen Berlins …
Wir fordern von den Mitgliedern der BVV, den Stadträt*innen und dem Bürgermeister Herrn von Dassel eine auskömmliche Finanzierung der Jugendarbeit in Mitte und wünschen uns, dass der Empfehlung vom JHA und Jugendamt gefolgt wird.
Dieser Forderung wollen wir Nachdruck verleihen und laden alle ein, Gesicht zu zeigen und sich am Donnerstag, den 20.7. 2017 
ab 15.30 vor dem Rathaus in Mitte, 10178 Karl-Marx-Allee 31 vor der BVV-Versammlung zu treffen.
Es wird ein gemeinsames Picknick (Stichwort T_RESTessen) und weitere Aktivitäten für jung und alt geben ….
Kommt zahlreich und verbreitet den Aufruf!
Mit bestem Gruß
Veranstalter 

     

Rückblick

Interessant ist die Tatsache, das sich alle Parteien in Berlin in ihren Wahlprogrammen zur AGH Wahl 2016 für mehr Unterstützung der Jugendarbeit ausgesprochen haben.

Die Bezirksverordneten der BVV-Mitte  sprachen sich im Juli 2016 für die Erhöhung von mindestens 300.000 €  für die Kinder- und Jugendarbeit im Haushalt 2017/2018 aus. Die Übernahme der Forderung des Jugendhilfeausschusses sind die Bezirksverordneten dann wohl nicht im Haushalt 2017/2018 nachgekommen und begründen das mit fehlenden Mitteln im Senat!

 

 

 

 

 

 

 

Offene Kinder- und Jugendarbeit

Die Offene Kinder- und Jugendarbeit ist ein Teilbereich der professionellen Sozialen Arbeit (vgl. Sozialarbeit) mit einem sozialräumlichen Bezug und einem sozialpolitischen, pädagogischen und soziokulturellen Auftrag. Offene Arbeit begleitet und fördert Kinder und Jugendliche auf ihrem Weg in die erwachsene Selbstständigkeit und Mündigkeit und integriert sie in gesellschaftliche Prozesse. Der niederschwellige Zugang zu ihren Angeboten und ihre spezifischen Arbeitsprinzipien begünstigen den Erwerb von Bildungsinhalten, die für alltägliche Handlungs- und Sozialkompetenzen wichtig sind. Insbesondere für bildungs- und sozial benachteiligte junge Menschen leistet Offene Kinder- und Jugendarbeit einen Beitrag zur Integration und Vermeidung von Ausgrenzung. Offene Einrichtungen, Projekte und Veranstaltungen, die der Kinder- und Jugendarbeit gewidmet sind, grenzen sich von schulischen oder verbandlichen Formen der Jugendarbeit dadurch ab, dass ihre Angebote kostenfrei, ohne Mitgliedschaft oder besondere Zugangsvoraussetzungen in der Freizeit von Kindern und Jugendlichen genutzt werden können.

Noch ist Zeit!

Der Haushaltsplan wird am 10. August in die BVV eingebracht und am 21. September von der BVV beschlossen.  
Es bleibt den Bezirksverordneten also noch Zeit, die 2016 zugesagten Gelder für die Kinder- und Jugendarbeit in Mitte zu genehmigen. 

Die Bezirksverordneten werden in späteren Jahren nicht mehr für ihre heutigen Entscheidungen verantwortlich gemacht! Es wird sie und ihre Kinder aber genauso treffen, wenn die Jugendarbeit in den Bezirken nicht die Förderung erhält den sie beansprucht. Und wenn 2021 die AGH Wahl ansteht werden wir euch an diesen möglichen Fehler erinnern!

Berliner Woche