Schluss mit der Unterfinanzierung der Jugendarbeit in Mitte

Schluss mit der Unterfinanzierung der Jugendarbeit in Mitte

Jugendarbeit ist Präventionsauftrag

Am Donnerstag den 20.7. 2017 veranstalteten Vereine, Initiativen und Mitarbeiter der Jugendarbeit in Mitte, vor dem Rathaus Mitte eine Demo mit der klaren Forderung, die Entschließung der Bezirksverordnetenversammlung Mitte Berlin vom 14.7.2016 zufolgen und  3000.000 € für die Förderung der Kinder- und Jugendarbeit zusätzlich zu bewilligen.

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Freunde, Unterstützerinnen und Unterstützer der Jugendarbeit, wir benötigen Eure Unterstützung.
Im Haushalt 2018/19 für Mitte findet sich trotz der offiziellen Beendigung der Konsolidierung und der ausdrücklichen Empfehlung des Jugendamtes und des Jugendhilfeausschusses keine auskömmliche Finanzierung der Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit wieder.
Diese Abwärtsspirale trifft diejenigen, denen sich die Politik am meisten verpflichtet fühlt:
die Kinder und Jugendlichen Berlins …
Wir fordern von den Mitgliedern der BVV, den Stadträt*innen und dem Bürgermeister Herrn von Dassel eine auskömmliche Finanzierung der Jugendarbeit in Mitte und wünschen uns, dass der Empfehlung vom JHA und Jugendamt gefolgt wird.
Dieser Forderung wollen wir Nachdruck verleihen und laden alle ein, Gesicht zu zeigen und sich am Donnerstag, den 20.7. 2017 
ab 15.30 vor dem Rathaus in Mitte, 10178 Karl-Marx-Allee 31 vor der BVV-Versammlung zu treffen.
Es wird ein gemeinsames Picknick (Stichwort T_RESTessen) und weitere Aktivitäten für jung und alt geben ….
Kommt zahlreich und verbreitet den Aufruf!
Mit bestem Gruß
Veranstalter 

     

Rückblick

Interessant ist die Tatsache, das sich alle Parteien in Berlin in ihren Wahlprogrammen zur AGH Wahl 2016 für mehr Unterstützung der Jugendarbeit ausgesprochen haben.

Die Bezirksverordneten der BVV-Mitte  sprachen sich im Juli 2016 für die Erhöhung von mindestens 300.000 €  für die Kinder- und Jugendarbeit im Haushalt 2017/2018 aus. Die Übernahme der Forderung des Jugendhilfeausschusses sind die Bezirksverordneten dann wohl nicht im Haushalt 2017/2018 nachgekommen und begründen das mit fehlenden Mitteln im Senat!

 

 

 

 

 

 

 

Offene Kinder- und Jugendarbeit

Die Offene Kinder- und Jugendarbeit ist ein Teilbereich der professionellen Sozialen Arbeit (vgl. Sozialarbeit) mit einem sozialräumlichen Bezug und einem sozialpolitischen, pädagogischen und soziokulturellen Auftrag. Offene Arbeit begleitet und fördert Kinder und Jugendliche auf ihrem Weg in die erwachsene Selbstständigkeit und Mündigkeit und integriert sie in gesellschaftliche Prozesse. Der niederschwellige Zugang zu ihren Angeboten und ihre spezifischen Arbeitsprinzipien begünstigen den Erwerb von Bildungsinhalten, die für alltägliche Handlungs- und Sozialkompetenzen wichtig sind. Insbesondere für bildungs- und sozial benachteiligte junge Menschen leistet Offene Kinder- und Jugendarbeit einen Beitrag zur Integration und Vermeidung von Ausgrenzung. Offene Einrichtungen, Projekte und Veranstaltungen, die der Kinder- und Jugendarbeit gewidmet sind, grenzen sich von schulischen oder verbandlichen Formen der Jugendarbeit dadurch ab, dass ihre Angebote kostenfrei, ohne Mitgliedschaft oder besondere Zugangsvoraussetzungen in der Freizeit von Kindern und Jugendlichen genutzt werden können.

Noch ist Zeit!

Der Haushaltsplan wird am 10. August in die BVV eingebracht und am 21. September von der BVV beschlossen.  
Es bleibt den Bezirksverordneten also noch Zeit, die 2016 zugesagten Gelder für die Kinder- und Jugendarbeit in Mitte zu genehmigen. 

Die Bezirksverordneten werden in späteren Jahren nicht mehr für ihre heutigen Entscheidungen verantwortlich gemacht! Es wird sie und ihre Kinder aber genauso treffen, wenn die Jugendarbeit in den Bezirken nicht die Förderung erhält den sie beansprucht. Und wenn 2021 die AGH Wahl ansteht werden wir euch an diesen möglichen Fehler erinnern!

Berliner Woche

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Harry administrator

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